WENN ZWEI SICH STREITEN... (Fra i due litiganti il terzo gode)
Oper von Giuseppe Sarti
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Produktion des Studiengangs Gesang/Musiktheater der Universität der Künste Berlin in Kooperation mit dem Symphonieorchester der UdK sowie den Studiengängen Kostümbild (UdK) und Bühnenbild (weißensee kunsthochschule berlin)
Musikalische Leitung: Errico Fresis
Regie: Frank Hilbrich
Bühne: Tom Mairs
Kostüme: Leonie Falke und Marie Katharina Fischer
Der Graf Belfiore: André Baleiro (02. und 04.07.15) / SungJin Lee (03. und 05.07.15)
Die Gräfin, seine Frau: Natalia Perelló (02. und 04.07.15) / JaeEun Park (03. und 05.07.15)
Dorina, Kammerzofe: Corinna Scheurle (02. und 04.07.15) / JeeEun Kim (03. und 05.07.15)
Masotto, Verwalter: Pascal Herington (02. und 04.07.15) / Ya-Chung Huang (03. und 05.07.15)
Titta, Diener: GyungSeok Han (02. und 04.07.15) / Jonas Böhm (03. und 05.07.15)
Mingone, Gärtner: Manuel Gómez Ruiz (02. und 04.07.15) / Yan Xie (03. und 05.07.15)
Livietta, Dienerin: Polly Ott (02. und 04.07.15) / Dorothea Gerber (03. und 05.07.15)
Symphonieorchester der Universität der Künste Berlin
Aufführungsmaterial: Forschungsprojekt „Cosmopolitan Composer in Pre-Revolutionary Europe – Giuseppe Sarti“
Im Finale von Mozarts "Don Giovanni" wird seine Musik zitiert, in der Berliner Hedwigskirche ist er begraben. Ansonsten aber ist er weitgehend vergessen: Giuseppe Sarti, polyglotter italienischer Komponist, der Ende des 18. Jahrhunderts zu den berühmtesten seines Fachs gehörte.
Seine Oper "Fra i due litiganti il terzo gode" ("Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte") war in den 1780er Jahren erfolgreicher als alles, was Mozart, Haydn, Salieri und andere in dieser Zeit verfassten. Sie liegt in mehr als vierzig Fassungen vor, verstreut über Bibliotheken in ganz Europa.
Im Rahmen eines umfassenden Forschungsprojekts haben die Musikwissenschaftler der UdK Berlin das Material gesichtet und erstellen derzeit eine neue Ausgabe des vergessenen Werks. Der Studiengang Gesang/Musiktheater erprobt diese neue Edition. Im Rahmen eines großen Sommerprojekts wird versucht, erfahrbar zu machen, was Sartis Größe und Erfolg ausgemacht hat.
Ähnlich wie in Mozarts "Hochzeit des Figaro" geht es um ein Grafen-Ehepaar und deren Dienerschaft, um verordnete und nicht auf Gefühlen aufbauende Ehen, tiefe Zerwürfnisse und Zweifel an den gesellschaftlichen Verhältnissen. Es wird heftigst gestritten in dieser Oper. Macht und Liebe, geheime Sehnsüchte und vor allem die Frage, wer wie viel Platz für sich und seine eigenen Wünsche im Leben anderer einnehmen darf, stehen im Mittelpunkt der Streitereien.
Dass die gesamten gesellschaftlichen Lebensverhältnisse nicht länger haltbar sind, dass es bald einer großen Revolution bedarf, ist permanent spürbar. Und vielleicht auch für die heutige Zeit ein interessanter Hinweis.
Premieren am 02. und 03.07.15
Weitere Vorstellungen am 04.* und 05.07.15*
jeweils 19.30 Uhr
UNI.T - Theater der UdK Berlin, Fasanenstr. 1 B, 10623 Berlin
* Übertragung per Live-Stream auf www.livestream.udk-berlin.de
Eintritt: 10 Euro, erm. 5 Euro
"Ein Berliner Opernhöhepunkt 2015!" (Matthias Käther, kulturradio)
Die "mitreißende Musik von Sarti wird vom UdK-Symphoniorchester (Leitung: Errico Fresis) vital und prachtvoll herausgeputzt und klingt frisch wie am ersten Tag." (Udo Badelt, Der Tagesspiegel)