Demonstration: Berlin ist #unkürzbar – Umverteilung jetzt! – Sonderveranstaltung
Aufruf zur Demonstration am 22.2.2025 ab 14 Uhr vor dem Roten Rathaus (Neptunbrunnen).
Berlin ist #unkürzbar – Umverteilung jetzt!
Die UdK Berlin kritisiert vehement die vom Senat von Berlin beschlossenen Kürzungen des Hochschulhaushalts. Die Existenz der Universität ist durch diese Maßnahmen fundamental gefährdet. Die Sperre des konsumtiven Landeszuschusses um 8% bedeutet eine Reduzierung auf unter 91 Millionen Euro - ein Betrag, der nicht einmal die laufenden Kosten für Personal, Bauunterhaltung, Bewirtschaftung und Mieten deckt. Ab 2026 wird die UdK nicht mehr in der Lage sein, grundlegende Betriebskosten zu begleichen. Diese drastischen Einsparungen zwingen die Universität, Sanierungen auszusetzen und die Qualität der Lehre deutlich zu reduzieren. Besonders betroffen sind dabei Lehrbeauftragte, Gastdozentinnen und befristet beschäftigte Mitarbeiterinnen in ohnehin prekären Beschäftigungsverhältnissen.
Wir sehen seitens des Landes Berlin keine politische Vision, wie die Aufgaben der Universität, die nicht nur keine Kürzung, sondern im Gegenteil eine Erhöhung der Budgets im Bereich Bildung erfordern würden, mit einer unter dem Zwang der Einsparungen defizitär werdenden universitären Lehre bewältigt werden könnten. Die beschlossenen Kürzungen kommen zu einer Zeit, in der globale Krisen und Herausforderungen eine exzellente Ausbildung geradezu zwingend erforderlich machen. Sie blockieren die notwendige Ausweitung der universitären Handlungsfelder in den Bereichen Digitalisierung, Diversität, Gerechtigkeit und Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Die beschlossenen Kürzungen bezeugen einen Mangel an politischer Bildungsverantwortung seitens des Senats von Berlin für die davon betroffene Studierendengeneration. Die negativen Effekte wirken sich überdies sofort auf die Entwicklungspotenziale der Stadt in den Bereichen Kunst, Kultur und Innovation aus. Die erforderlichen Einsparungen, allein für das Jahr 2025, können durch sparsames Wirtschaften nicht erbracht werden. Im Bereich der Künste gibt es zudem kaum finanzstarke Förderinstitutionen, die diese Einsparungen durch Drittmittel kompensieren könnten. Privatwirtschaftliche Investitionen, wie vom Regierenden Bürgermeister vorgeschlagen, sind weder nachhaltig noch ausreichend, um die Defizite im Landeszuschuss verlässlich zu kompensieren. Finanzielle Abhängigkeit von Drittmitteln wirkt sich unmittelbar auf die Struktur und Inhalte, ja auf das gesamte Bildungssystem aus.
Wer in Bildung investiert, investiert in die Zukunft der jungen Generation, in die Stadt und in die Zukunft unserer Demokratie.
Wer in Bildung investiert, investiert in Zusammenhalt, in Innovations- und Zukunftsfähigkeit, in die Kultur einer Gesellschaft, die in einer komplexer werdenden Welt differenziert zu handeln vermag.
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